Das Lechviertel ist der Teil der Altstadt, der sich östlich der Achse Maximilian-Karolinen-Frauentorstrasse etwa bis zu Lug ins Land hinzieht. Jahrhundertelang war es das Handwerkerviertel der Stadt. Hier wurde das sogenannte Augsburger Tafelsilber hergestellt, mit dem zu seiner Zeit an allen europäischen Fürstenhöfen gegessen wurde.
Nach der Eingliederung Augsburgs nach Bayern 1806 wandelten sich die Verhältnisse. Aus dem Handwerksviertel wurde ein Wohngebiet für ärmere Augsburger. Die Häuser verkamen, in den engen und verwinkelten Gassen sammelte sich Unrat an. Anfang der 1980er Jahre wurde mit der Sanierung des Stadtteils begonnen. Dabei wurden auch die vielen vormals abgedeckten Kanäle und Kanälchen wieder freigelegt, die seit etwa 1500 zur Versorgung für die Handwerksbetriebe angelegt wurden. Die mittelalterlichen Handwerkerhäuser sind heute wieder erste Wohnadresse, in die engen winkeligen Gassen mit ihren zahlreichen Kneipen, Boutiquen und Bars ist neues Leben eingekehrt. Einheimische wie auch Touristen schätzen heute das Lechviertel.
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