Firnhaberau im Nordosten von Augsburg am rechten Lechufer ist ein junger Stadtteil mit etwa 100-jähriger Geschichte. Der Augsburger textilindustrielle Firnhaberau erwarb das 1,9 km² große Auengebiet 1883 als Jagdgebiet von der Staatlichen Forstverwaltung. Nach dem Tode seiner Frau 1904 ging das Areal als Stiftung mit Zweckbestimmung an die Stadt Augsburg über. Dem Stifterwillen entsprechend dient es zur Linderung der Wohnungsnot. 1920 begannen die ersten Rodungsarbeiten und Aufteilung des Gebietes . Mitte März 1921 erfolgte der Spatenstich für das 1. Siedlungsgebiet und Anfang Juli zogen die ersten Siedler ein. 1927 ließ die Stadt ein Schulhaus errichten, das noch heute vier Grundschulklassen beherbergt. 1928/29 erfolgte der Bau der katholischen St-Franziskus-Kirche. 1939 zählte der Stadtteil 1.900 Einwohner, 1946 waren es nur noch 1.800. Durch die rege Nachkriegsbesiedelung wuchs die Einwohnerzahl bis 1976 auf 4.345 an und erreichte (stieg bis) 2006 5.566 Personen. Bereits seit 1934 entstand aus einem Teil der Firnhaberau im Osten und einigen Rodungsflächen im Südosten daran der neue Stadtteil Hammerschmiede.
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